Manche Dinge laufen nicht wirklich christlich. Auch wenn Kirchenbauten – inklusive ihrer Tourismus-Einnahmen und erhofften Subventionen der deutschen Steuerzahler – im Höllenfeuer der Gier und des Ruhms stehen. Die historische Rigaer „St. Petrikirche“ (Lettisch: Svētā Pētera baznīca) ist ein besonders krasses Beispiel. Ein Gebet an den „Götzen Mammon“. Ein jahrelanger Dauerstreit, in den der „Deutsche Bundestag“ mehr als 33 Mio. EUR bundesrepublikanisches Steuergeld versenken will. Oder auch nicht.
Dieser Artikel wird fortgeschrieben. Es lohnt sich eine „Bookmark“ zu setzen und immer mal wieder reinzuschauen. Möglicherweise wird daraus auch eine Serie über unchristlichen Streit um den Götzen namens „Mammon“ und „Ego“. Mit Hausverboten und Gewaltdrohungen der „guten Christen“ gegen Kirchgänger. Möglicherweise auch mit „Korruption“?!?
Der STAMMTISCH LETTLAND diskutiert die Lage zu Allerheiligen. Alle Menschen reinen Herzens für „St. Petri“ sind willkommen. Es soll ein Gebet für „St. Petri“ gesprochen werden.

Bis heute sollten der Stadt Riga und der Republik Lettland bis zu 4 Mio. EUR Schaden durch die Zusammenhänge, die in diesem Bericht – selbstverständlich nur hypothetisch – skizziert werden, entstanden sein.
Möglicherweise auch weniger. Aufatmen.
Den Wert einer solchen historischen Immobilie in bester Altstadt-Lage wollen wir dabei, ganz christlich, nichtmal betrachten. Amen.
Überraschenderweise ohne jedwede bekanntgewordene Ermittlungen staatlicher Stellen. Das mag sich nun ändern.
Interessant ist, dass weder im „Deutschen Bundestag“ noch im Bundespräsidialamt noch bei KNAB, Finanzministerium und Kulturministerium der Republik Lettland bislang jemand die Zeit fand, diese Aufklärungsarbeit hinsichtlich eines möglichen Scams gegen Lettland anzustellen.
Es mag natürlich an „Arbeitsüberlastung“ liegen. Aber ein lokales Recherchenetzwerk in Riga hilft gerne.
„Evangelische Kirche in Deutschland“ (EKD) distanziert sich
Seit dem Jahr 2003 unterstützte die EKD eine Auslandsgemeinde in Lettland. Der Sitz war Riga. Der erste Pastor der Auslandsgemeinde war Martin Grahl. Damals noch mit deutschen Gottesdiensten in der „Jesuskirche“, Moskauer Vorstadt.
Und dann gibt es die „Deutsche Evangelisch-Lutherische Kirche in Lettland“ (Lettisch: Vācu evaņģēliski-luteriskā baznīca Latvijā) – die aber nichts (mehr) mit der EKD zu tun hat und auch keine „Freikirche“ – wie „Methodisten“ oder „Siebentageadventisten“ – ist. Vulgo: Eine „Sekte“, könnte man meinen.
Pfarrer Grahl war sogar von 2007-2013 Vorstandsmitglied der „Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Lettland“, die damals noch von der EKD als evangelisch-lutherische Kirche akzeptiert war.
Irgendwann danach trennten sich die Wege.
Die Website ist die schicke und seriös daherkommende Domain kirche.lv (andere Cyber-Details, siehe unten, werden dann nicht mehr so seriös).
Sie bildet mit ihrer „St. Petrigemeinde“ die deutsche Kulisse für die spirituelle Nutzung des für Riga bedeutsamen historischen Bauwerks. Sie hält dort an Sonntagen von 13:00 – 14:00 Uhr Gottesdienste – mit Zugangskontrolle durch den Stiftungsvorstand – ab.
So wird eine, zumindest selektive, religiöse Nutzung des Bauwerks glaubhaft gemacht. Zur Gemeinde gehören „evangelische Christen russlanddeutscher sowie baltendeutscher Herkunft und seit der politischen Wende 1989 auch zunehmend Menschen, die aus Deutschland kommen.“
Viele Touristen beten dort gerne en passant und füllen so die Kirchenbänke.
Sie wurde 1993 als selbständige Kirche im Umfeld der „Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands“ (LELB) durch den aus einer deutsch-lettischen Familie stammenden Pastor Haralds Kalniņš gegründet, der 1997 verstarb. Obige „Jesuskirche“ bildete das Zentrum der geistlichen Arbeit des Theologen Kalniņš und seiner Nachfolger.
Bis heute lässt die lettische Kirche dieses irgendwie deutsche „Spin-off“ der Neunzigerjahre gewehren.
Nur hat die heutige „Deutsche Evangelisch-Lutherische Kirche in Lettland“ nichts mehr mit ihrer ehrenwerten Vergangenheit zu tun. Weder theologisch noch personell.
Die Familie Meissner-Müller-Millere übernahm sie de facto, so hat es den Anschein.
Heute ist sie das Projekt einer Familie, die seit spätestens 2018-2021 nach dem Bauwerk der Rigaer „St. Petrikirche“ griff. Eine Sekte?

Die Auslandsgemeinden werden in der EKD durch die Abteilung 7 (Ökumene und Auslandsarbeit), dort das „Regionalreferat Nord- und Mitteleuropa“ geführt. Auslandsbischof ist seit Sommer 2025 Frank Kopania.
Bischof Kopania ist auch Mitglied des Rundfunkrates des staatlichen Auslandsrundfunks „Deutsche Welle“ (DW) der „Bundesrepublik“. Er verfolgt die Lage in Riga „mit Interesse“, bestreitet aber eine „rechtliche Verbindung“ zur deutschen „St. Petrigemeinde“ und zur „Deutschen Evangelisch Lutherischen Kirche in Lettland“. Das ist bemerkenswert.
Kopania: „Seit letztem Jahrzehnt existiert keinerlei Rechts- oder Vertragsbeziehung zwischen der EKD und der Gemeinde in Riga, im Übrigen auch nicht zur Ev.-Luth. Kirche Lettlands.“ Die EKD stehe „weder in monetärer noch in personeller Hinsicht“ in Beziehung zur „St. Petri“ Gemeinde.
Personen, die man in und um „St. Petri“ wahrnehme, stünden weder mit der EKD im Kontakt, noch seien diese „von uns entsandt oder beauftragt“, stellt der Auslandsbischof der EKD fest.
„Sie handeln definitiv nicht in unserem Auftrag oder sind in irgendeiner Form mit uns verbunden. Das trifft insbesondere auf Personen im geistlichen Amt zu.“
Das ist ein lodernder Flammenbusch, denn der deutsche Auslandspfarrer Henning Dobers wird von der Rigaer „St. Petrigemeinde“ als „ihr Pfarrer“ vorgegeben.
Welchen Hintergrund mag so ein „Pfarrer“ der 2006 entwidmeten und seit 2019 mit „Kirche & Café“ auch wieder irgendwie spirituell genutzten „St. Aegidien-Kirche“ in Hannoversch Münden sowie von „St. Petri“ in Riga dann bitteschön haben?!?
Das gesamte Bild implodiert, denn Dobers will jetzt auch nicht mehr so richtig etwas zu „St. Petri“ sagen.
Bis 2023 war Dobers Leiter der „Geistliche Gemeinde-Erneuerung in der Evangelischen Kirche“ (GGE).


„Ich bin in Riga lediglich aushilfsweise bzw. sporadisch tätig, um dort ein wenig zu unterstützen, weil es vor Ort aktuell keinen fest installierten Pfarrer gibt. Ab und zu sind auch andere Pfarrer vor Ort, um auszuhelfen.
Ich bin nicht Teil der Gemeindeleitung, ich habe keine Autorisierung oder Mandat, offiziell für die Gemeinde zu sprechen.“
Irgendwie könnte es den Anschein haben, dass die Rigaer „St. Petrikirche“ gar mit einem „Mietprediger“ arbeitet, der von der EKD – aus Gründen – nicht anerkannt ist?
Doch eine Sekte – oder gar ein religiös angemalter Scam zum Nachteil der Republik Lettland und der „Bundesrepublik“?!??? Wir werden es in der Fortschreibung dieses Berichts erfahren. Ganz sicher.
„St. Petri“: Mehr als 500 Jahre Reformationsgeschichte
Schon ab 1522 machte der ehemals katholische Priester Andreas Knöpken die „St. Petrikirche“ (Lettisch: Svētā Pētera baznīca) zum Zentrum der Reformation in Riga.
Bis 1939 war sie das spirituelle Zentrum der dann ausgesiedelten Deutschbalten. Sie stellten damals nur noch knapp 3 Prozent der Gesamtbevölkerung der 1. Republik und waren zumeist Lutheraner – wie auch die allermeisten ethnischen Letten es bis heute sind.
Die Übergabe des jahrhundertealten Rigaer Kirchenbaus an die deutsche „Stiftung St. Petrikirche“ (Lettisch: Rīgas Svētā Pētera baznīcas nodibinājums) erfolgte feierlich im Jahr 2022 auch anlässlich des 500. Jubiläums der Reformation.
Mit dieser 2021 gegründeten Stiftung nach lettischem Recht sollten sich allerhand Behörden in Lettland und in der „Bundesrepublik“ vertiefend beschäftigen. Ganz dringend.
Es könnte sich für die Kasse der Stadt Riga und für die lettische Staatskasse lohnen. Wie im Übrigen auch für die bundesrepublikanischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, denen der Abfluss von mehr als 33 Mio. EUR droht. Bislang sollten bis zu 4 Mio. EUR in die nicht allzu christlichen Kollektenbeutel der Stiftung geflossen sein, jedes weitere Jahr eine gute Million mehr. Der letzte Finanzbericht datiert auf das Jahr 2023.
Der Stiftungsvorstand besteht aus nur 5 Personen, davon 2 Personen aus dem Familienkreis. Vorsitzender und einziger Vorstand mit dem Recht die Stiftung alleine zu vertreten, ist Stefan Gerhard Meissner (geboren 1971). Er versuchte sich zuvor erfolglos in der Energiegewinnung aus subventioniertem russischen Gas durch österreichische Turbinen, nebst Gemüseanbau mittels Abwärme, bei Jelgava.
Ihm zur Seite steht seine Tochter Annika Karina Müller (Annika Karina Millere, geboren 2001).
Weitere Figuren sind Vivita Dolotova (geboren 1967), Kaspars Upītis (geboren 1968) sowie Doloresa Volkopa (geboren 1977). Dolotova repräsentiert für die „Deutsche Evangelisch-Lutherische Kirche in Lettland“ auch die „Gemeinde“ Dobele (Doblen) und kooperierte dort, nach Angaben auf der Website kirche.lv (Stand 22.10.2026), mit dem 1989 gegründeten „Deutschen Kulturverein“, dessen Vereinshaus gelegentlich für Gottesdienste genutzt werde. Das sieht der „Deutsche Kulturverein“ Dobele freilich gar nicht so. Es gebe dort gar keine Gottesdienste, so der Vereinsvorsitzende.
Dolotova ist seit 2007 außerdem Vorstandsmitglied der „Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Lettland“. Auch im kurländischen Dobeln kommt die mögliche Simulation einer „Gemeinde“ einer „Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Lettland“ durch ein Vorstandsmitglied daher als das was sie ist.

Der „Deutsche Kulturverein“ in Dobele (Doblen), 22.10.2026:
„Frau Vivita Dolotova ist bereits seit mehreren Jahren nicht mehr im Deutschen Kulturverein Dobele tätig.
In den Räumlichkeiten des Deutschen Kulturvereins Dobele finden keine Gottesdienste statt.“
Volkopa spielt diese Rolle für die deutsche „Stiftung St. Petrikirche“ in Valmiera (Wolmar). Wie aktiv die „Gemeinden“ sind, lässt sich schwerlich sagen. Jene in Daugavpils (Dünaburg) ist in einem verlassenen Haus „ansässig“.



Die Fragezeichen stehen aber nicht nur hinter den vorgeblichen „Gemeinden“ in Dobele und in Daugavpils. Auch die Kerngemeinde der für die Stiftung als Legitimitätsquelle zur Kontrolle der sakralen Immobilie wichtigen „Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Lettland“ könnte vor der Implosion stehen, folgt man alarmierten Hinweisen aus informierten christlichen und deutschbaltischen Kreisen.
Der fortdauernde Mangel eines ordinierten Pastors ist dabei das kleinste Problem. Mittlerweile geht es offenbar schlicht um den Bestand einer evangelisch-lutherischen Gemeinde zu „St. Petri“, bete sie auf Deutsch oder Lettisch. Die toxischen Personalia der „guten Christen“ und ein erst während der Sonntagsandacht am 18.10.2026 vorsichtig durch den Prediger thematisiertes Mobbing-Klima wirken destruktiv.
Anonyme Quelle aus dem „Deutsch-Baltischen Kirchlichen Dienst“, 19.10.2026:
„Mein Anliegen ist eher der Erhalt bzw. die Stärkung der
St.Petri-Kirchengemeinde, die durch die Aktivitäten des Ehepaares
Meissner schwer geschädigt ist bzw. sich in Auflösung zu befinden scheint.“
Zwei Präsidenten riskieren ihren guten Namen
Die Teilnahme des Bundespräsidenten der „Bundesrepublik“, Frank-Walter Steinmeier (SPD), sowie des in der Angelegenheit überraschend sehr aktiven Präsidenten (2019-2023) der Republik Lettland, Egils Levits, der das Übergabegesetz zum Gotteshaus im April 2022 ratifizierte, verliehen dem Festakt im Sommer 2022 besonderen Glanz.
Levits kam bodenständig daher, Steinmeier eher barock-abgehoben mit Limousinen-Konvoi, Motorcade.
Dazu ein eindrucksvoll-prunkvolles Video eines deutschen Teilnehmers aus 2022.
Steinmeiers Amtszeit endet am 18.03.2027. Der ehemalige Autor eines kommunistischen Verlags in Westdeutschland (dort ein Verlag, finanziert von SED und Staatssicherheitsdienst der DDR) hat jetzt nur noch seinen politischen Nachlass zu ordnen und dabei Schaden zu begrenzen.
Levits ist bis heute sehr populär in Lettland.
Durch die Causa „St. Petri“ könnte sich das ändern. Das „Herz des nun wieder aufblühenden kirchlichen Lebens“ (Steinmeier am 21.06.2022) braucht dringend einen operativen Eingriff externer Ärzte, um einen fatalen Infarkt in letzter Minute abzuwenden.
Die letzten Monate im Amt sollte Steinmeier gemeinsam mit seinem ehemaligen Amtskollegen in Riga nutzen, um die „Operation am offenen Herzen“ des heiligen Peters zu veranlassen.
Eine gute Assistenz im „Operationssaal“ könnten das „Korupcijas novēršanas un apkarošanas birojs“ (KNAB) sowie ein Audit des Deutschen Bundestags sein, mit dem Ziel, alle 5 Stiftungsvorstände auf die eine oder andere Art bis März 2027 zum Rücktritt zu bewegen und abzulösen.
Die beiden Präsidenten haben die große Chance, gemeinsam den lettischen Antikorruptionsgeheimdienst KNAB zu aktivieren. In der „Bundesrepublik“ gibt es keine vergleichbare Behörde mit so weitreichenden Ermittlungs- und Exekutivbefugnissen.
Der Griff nach dem „Reformationsplatz“
Schon am 09.02.2017 wurde der Platz vor dem Kirchenportal der bereits im Jahr 1209 erstmals erwähnten Kirche, der seit dem Mittelalter und in den folgenden Jahrhunderten zum Bereich des Gotteshauses gehörte, im modernen Lettland aber im Besitz der Stadtverwaltung von Riga steht, feierlich vom damaligen Präsidenten der Republik Lettland, Raimonds Vējonis, sowie seinem deutschen Amtskollegen, Bundespräsident Joachim Gauck (CDU), in „Reformationsplatz“ (Lettisch: Reformācijas laukums) umbenannt.
Das war Gaucks letzte Auslandsreise im 2017 endenden Amt.
Eine nette Geste, denn schon wenige Jahre später sollte sich die Reformation, siehe oben, zum 500. Mal jähren. Das mag Gaucks Motivation gewesen sein, zumal als ehemaliger DDR-Pfarrer der „Kirche im Sozialismus“.
Das alles widerum soll die Missgunst der Katholischen Kirche erweckt haben, vernimmt man aus der durchaus CDU-nahen „Deutschbaltischen Gesellschaft“.
Gleichwohl, so nahm das Drama um „St. Petri“ ab dem Jahr 2017 seinen Lauf. Ab dem Jahr 2018 wurde dann im Saeima an dem letztlich 2022 verabschiedeten, oft kritisierten, Gesetzentwurf gefeilt.
Man brauchte 4 Jahre, um den „Ball ins Tor“ zu bekommen, um die staatlich verwaltete Immobilie mit vielen Auflagen „zu verschenken“.
Nun greift die deutsche „Stiftung St. Petrikirche“ seit dem Jahr 2025 auch nach diesem Platz, dem Reformationsplatz, um unter ihm ein kommerzielles Veranstaltungs- und Konferenzzentrum zu errichten. Hieraus resultieren zusätzliche Konflikte mit der staatlichen, lettischen Seite sowie mit der lettischen Öffentlichkeit. Verständlicherweise.
Denn das „Gesetz über die St. Petrikirche“ von 2022 verbietet eigentlich bauliche Erweiterungen des Kirchengebäudes. Der Grund sind u.a. die bis zu 22 Schichten von Beisetzungen auf dem mittelalterlichen „Stadtgottesacker“ vor dem Sakralbauwerk.
Nicht allzu „christlich“, die Gebeine historischer Rigaer Bürgerinnen und Bürger für das kommerzielle Event-Business opfern zu wollen.
Zwei Bundespräsidenten der „Bundesrepublik“ exponierten sich beachtlich, merkwürdig aktiv, für den Komplex „St. Petri“. Ihre Reputation steht im Höllenfeuer, wie auch jene zweier Präsidenten a.D. unserer Lieblingsostseerepublik Lettland.
Alle drohen nun Schaden zu nehmen.
Der toxische Dauerstreit in und um „St. Petri“ gerät ausser Kontrolle.
Die „St. Petri Leaks“ des Journalisten Elmārs Barkāns
Bereits im Jahr 2023 stellte der lettische Journalist Elmārs Barkāns eine extrem verdienstvolle investigative Recherche zum Komplex „Deutsche Evangelisch-Lutherische Kirche in Lettland“ sowie „St. Petrigemeinde“ an. Er veröffentlichte die Artikelserie im Januar 2024. Mit einem speziellen Blick auf die Familie Meissner-Müller-Millere, die immerhin unter 3 Namen auftritt in dieser Rigaer Tragödie.
Barkāns wies auf alle Widersprüche und Risiken frühzeitig hin. Man hätte all das wissen können. Auch im deutschen Spektrum in Lettland.
Im Übrigen auch die Botschaft der „Bundesrepublik“, die in dieser Causa offenbar dramatisch versagte.
Spätestens seit 2024/2025.
Barkāns‘ fünfteilige Hintergrundserie von Januar 2024 war auch in deutschen und deutschbaltischen Kreisen, insbesondere bei „Domus Rigensis“ und „Deutschbaltischer Gesellschaft“, seit spätestens 2025 in deutscher Übersetzung bekannt. Niemand kann sagen, er habe von nichts gewusst.
- 1. Teil vom 22.01.2024
https://jauns.lv/raksts/zinas/591357-peterbaznicas-afera-1-stasts-ko-saka-vacijas-vestnieciba-un-kulturas-ministrija - 2. Teil vom 23.01.2024
https://jauns.lv/raksts/zinas/591358-peterbaznicas-afera-2-stasts-noslepenotais-luteranu-dievkalpojums-bazniceni-ka-muzeja-eksponats - 3. Teil vom 24.01.2024
https://jauns.lv/raksts/zinas/591418-peterbaznicas-afera-3-stasts-noslepumainais-dievnama-saimnieks-vacu-sveta-petera-draudzes-nodibinajums - 4. Teil vom 25.01.2024
https://jauns.lv/raksts/zinas/591419-peterbaznicas-afera-4-stasts-verte-kulturas-mantojuma-parvalde-un-ekspremjers-maris-gailis-ta-ir-fantastiska-veiksme - 5. Teil vom 27.01.2024
https://jauns.lv/raksts/zinas/591422-peterbaznicas-afera-5-stasts-sveta-petera-baznicu-rigas-rate-konfisceja-jau-pirms-500-gadiem
Nun droht die deutsche Minderheit in Lettland und das lettisch-deutsche Verhältnis insgesamt in Verruf zu kommen, weil man die alarmierenden Meldungen, Informationen, Warnhinweise gute 2 Jahre politisch-korrekt zu ignorieren trachtete. Weil der bekannte Aufklärungsstand 2 Jahre in der Rigaer Botschaft der „Bundesrepublik“ im diplomatischen Giftschrank weggeschlossen wurde.
Die Botschaft stützt bis heute die Skandal-Stiftung und pflegt engen Kontakt nach „St. Petri“. Das Sakralbauwerk wird von ihr für die auswärtige Kulturpolitik der „Bundesrepublik“ genutzt.
„Christliche“ Hausverbote und Gewaltdrohungen

Womit die Botschaft der „Bundesrepublik“ immerhin auch einem verdienten General der Bundeswehr quasi „in den Rücken fällt“.
Dr. Klaus Wittmann (geboren 1946 in Lübeck) ist Brigadegeneral a.D. und bis heute in seiner zweiten Wahlheimat Riga gesellschaftlich sehr aktiv.
Dr. Wittmann engagiert sich gegenwärtig als verteidigungspolitischer Experte für die militärische Sicherheit Lettlands und der baltischen EU-Staaten in der NATO.
Nicht unumstritten ist sein langjähriges Wirken seit 2015 im Vorstand des „St. Petrikirchen Orgelfonds“ (Lettisch: Rīgas Sv.Pētera baznīcas ērģeļu fonds) und im Berliner „Förderverein Orgel Petri-Kirche Riga“ (seit 2016) – wie jedwede Tätigkeit im deutschbaltischen Spektrum, die in die Nähe von Geld kommt, alsbald „umstritten“ sein wird.
Das einst von der „Grande Dame“ der Deutschbalten, Baroness Babette von Sass (2011-2015 Vorsitzende der Rigaer Orgel-Stiftung), angeschobene Orgel-Projekt für „St. Petri“, dem Wittmann seine eigene Generalsnote aufprägte, damit am Ende des Tages den beabsichtigten Orgelbau gar auf den Rigaer Dom schwenkte, überschnitt sich zeitlich 2017-2022 mit dem Griff der „Stiftung St. Petrikirche“ nach der gesamten Immobilie.
Möglicherweise wurde der Appetit der Immobilien-Stiftung „auf den ganzen Kuchen“ auch erst durch die Anfangserfolge der Orgel-Stiftung geweckt?
Wie dem auch sei, es bauten sich Konflikte zwischen Wittmann und Meissner auf, die nun in ein veritables Hausverbot gegen den deutschen General a.D. für das Gotteshaus mündeten.
Die Streitsache geht vor das Rigaer Zivilgericht.
Rechtsanwalt Indulis Balmaks vertritt den hochkarätigen Mandanten.
Wikipedia zum kirchlichen Engagement Wittmanns:
„Er ist Mitglied der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und war Mitglied der 10. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Kammer für Öffentliche Verantwortung.“
Im Juni 2019 verlor die Rigaer Orgel-Stiftung ihre Gemeinnützigkeit bei den lettischen Finanzbehörden. Die genauen Hintergründe der sich offenbar langjährig entwickelnden Front um „St. Petri“, mit Meissner im einen Schützengraben und Wittmann im anderen Graben, mitten im deutschbaltischen Minenfeld, bleiben im Dunkeln. Möglicherweise wird aber auch das Rigaer Zivilgericht die Gefechtslage durch den Flakscheinwerfer der öffentlichen Gerichtsverhandlung erhellen.
Jetzt also das Hausverbot für ein Gotteshaus, das laut des Saeima-Gesetzes von 2022 verpflichtend, uneingeschränkt öffentlichen Zugang, zumal zu Gottesdiensten, zu gewährleisten hat.
Noch christlicher wird es nicht mehr.
Denn der General a.D. hatte mit seinem Hausverbot noch Glück. Der Autor dieses Berichtes für die interessierte Öffentlichkeit, hatte beim Besuch des Sonntagsgottesdiensts in „St. Petri“ am 18.10.2026, kurz vor 13:00 Uhr, eine Erfahrung besonders unchristlicher Art.
Das mag auch diese etwas längere Notiz erklären, die er quasi als „Lebensversicherung“ sehen könnte, für den unwahrscheinlichen Fall, dass ihm nun plötzlich sehr unchristliche Dinge widerführen.
Die „guten Christenmenschen“ werden nun gewiss für sein Heil beten und anderweitig Sorge tragen, damit kein falscher Eindruck entsteht, falls weltliche „Dinge geschehen“.
Ihm wurde am Eingang durch den „Türsteher von St. Petri“, der auch zufällig der Stiftungsvorsitzende Meissner sein kann, zunächst gesetzeswidrig der Zutritt zum Gottesdienst verwehrt.
Als der feindseelig und aggressiv im Kirchenportal auftretende „gefallene Engel“ bemerkte, dass er dabei wäre, mit dem Abschnitt 10 Abs. 2 Ziff. 1 des Gesetzes vom 24.03.2022 des Saeima in noch größeren Konflikt zu geraten als ohnehin schon bis dato, drohte der Friedlose diesem Autor – in einem Gotteshaus – physische Gewalt an.
„Ich lasse Sie von der Security aus dem Gottesdienst tragen!“
Dem um „St. Petri“ bemühten, christlichen Autor ist generell nicht nach Blutvergießen in Gotteshäusern. Ein General a.D. wird das ähnlich sehen.
Allein an oben zitierter Gesetzeslage scheitert im Übrigen auch schon jedwedes feindseelige Hausverbot für diese Kirche mit deutschem Gottesdienst sonntags von 13:00 – 14:00 Uhr.
Es mag der Mammon-Stiftung sogar Höllenschmerz bereiten, für die Gottesdienstbesucher auf 3 EUR Eintrittsgeld verzichten zu müssen.
Hielte die nicht sehr christlich auftretende „Stiftung St. Petrikirche“ an der Praxis des Hausverbots gegen Gläubige fest, riskiert sie nach Abschnitt 10 des Gesetzes von 2022 schlicht die zwangsweise, entschädigungslose Rückübertragung des historischen Sakralbauwerks und Wahrzeicheichens der Stadt.
Dann auf die Republik Lettland, vertreten durch das Ministerium für Finanzen.
Ein öffentliches Gerichtsverfahren ist der christliche Weg, diesen Tatbestand gerichtlich feststellen zu lassen.
Dieses Menetekel steht nun flammend an der Wand von „St. Petri“.
Folgende Tatbestandsbereiche des Gesetzes von 2022 lassen die Menetekel-Flammen mit jedem einzelnen erfüllten Punkt stärker lodern. Wobei sich längst die Frage stellt, ob es sich bei den Unterlassungen und möglichen Täuschungen seit Juni 2022 nicht sogar um Betrugshandlungen zum Nachteil der Stadt Riga, der Republik Lettland und des Deutschen Bundestags (Verdacht des versuchten Subventionsbetrugs, § 264 Abs. 1 Ziff. 1-4 StGB) handeln mag?
Allgemeine Instandsetzung des Bauwerks
Das lettische „Gesetz über die St. Petrikirche“ von 2022 schreibt im Kern vor, dass die entgeltlose Übertragung der historischen Premium-Immobilie nur unter der verpflichtenden Auflage der allgemeinen, sehr umfassenden, Renovierung des gesamten Bauwerks binnen 10 Jahren erfolge.
Die Komplettsanierung ist also bis spätestens 2032 abzuschließen. Die Erweiterung des Bauwerks durch Neubauten und Anbauten ist verboten.
Zudem verpflichtet das Gesetz von 2022 die „Stiftung St. Petrikirche“ bis spätestens Juni 2025, binnen 3 Jahren nach Übergabe der Immobilie, mit den Sanierungsarbeiten laut eines vom Kulturministerium der Republik Lettland zu überwachenden Sanierungsplans zu beginnen. Das kostet natürlich Geld.
Geld, dass die Stiftung als Bauherrin vom Deutschen Bundestag bislang nicht erhielt und absehbar auch nicht mehr erhalten wird. Also bleiben nur die Tourismus-Einnahmen aus der Verwertung des Gebäudes als Wahrzeichen sowie Erträge aus dem „Event Business“.
Konzerte, Veranstaltungen aller Art, Ausstellungen, Filmproduktionen können einen weiteren Deckungsbeitrag leisten. Die Entwicklung dieses „Geschäfts“ erscheint tatsächlich als Hauptfokus der Stiftung. Sie hat dabei eine glückliche Hand und leistet gute Arbeit.
Allerdings resultieren aus den genannten Geschäftsfeldern, die kommerzieller und nicht christlicher Natur sind, Konflikte mit den Gottesdiensten und der spirituellen Nutzung Gläubiger der LELB („Rīgas Sv. Pētera draudze“) und der deutschen Gemeindeglieder oder Betenden.
Gleichwohl, nur diese Budgetmittel stehen seit 2022 zur Verfügung, um den baulichen Auftrag des Gesetzes auszuführen. Und davon gehen noch die Gehälter für Mitarbeitende ab. Allerdings dürfen die Tourismus-Einnahmen, laut Gesetz, nur für die Baumaßnahmen verwendet werden.
Eintrittsgelder von Touristen (Kirchenschiff und Aufzug/Turmzugang) erwirtschaften jedes Jahr eine gute Million EUR. Das nun schon seit 4 Jahren. Mittel, die bis 2022 der Stadtverwaltung von Riga zuflossen.
Kommunale Erträge, die nun seit Jahren der Stadt entzogen sind.
Im Jahr 2022 gab es keine relevanten Baumaßnahmen. Im Jahr 2023 auch nicht. Also wurde man in den lettischen Behörden, verständlicherweise, ein wenig nervös. Im Jahr 2024 sicherte Meissner öffentlich zu, dass nun aber wirklich 2025 mit der ganz großen Sanierung begonnen werde. Auch bis Stand Oktober 2025 geschah, neben kleiner Arbeiten, nichts substantiell. Die Nervosität staatlicher Stellen wuchs, denn eigentlich war die 3-Jahresfrist des Gesetzes damit schon abgelaufen.
Und dann kam das Plakat. Nebst ein paar Putz- und Maurerarbeiten an der Außenfassade, ein wenig öffentlich gelagertem Baumaterial, ein paar Balken, die hin und her getragen werden, einer Sichtsperre im Kirchenschiff neben dem Altarbereich, die – Stand Oktober 2026 – als „Baustelle“ fungiert.
Wobei solche Arbeiten bei einem jahrhunderte alten historischen Bauwerk auch als regelmäßige Instandhaltung und Reparatur gelten könnten.
Tatsächlich spricht das Plakat auch nur von „Reparatur“.





Eine „Großbaustelle“ für eine seit 4 Jahren geschuldete Totalsanierung sähe anders aus. Das fällt natürlich seit 2025 der lettischen Öffentlichkeit zunehmend auf. Man stellt die Vertrauensfrage in „die Deutschen“, die doch die Verausgabung von immerhin bis zu 33 Mio. EUR versprachen.
Es wird dringend Zeit, den lettischen Partnerinnen und Partnern ehrlich zu erklären, dass mit den bestehenden Strukturen möglicherweise gar kein Geld aus Berlin kommen kann und wird, denkt der Autor.
Ticktack: Der alte Aufzug auf Verschleiß
Aus lettischer Prioritäten-Wahrnehmung und aus seriös kaufmännischer Sicht auf die Dinge wäre seit mindestens 3 Jahren eine überfällige Sanierung des Aufzuges auf die Aussichtsplattform des Kirchtums dringend. Die Anlage wird auf Verschleiß gefahren.
Sie ist im Jahr 2026 in einem noch schlechteren technischen Zustand als schon 2022. Die Uhr tickt, bis zu einem dauerhaften Stillstand. Beispielsweise auch durch eine Zwangsstillegung der baufälligen Anlage.
Das Touristen-Ticket für den Aufzug bis zur Aussichtsplattform kostet 9 EUR/Person. Selbst die Rigaer „Tour Guides“ wurden, sehr zu deren Ärger, von der Mammon-Stiftung aufgefordert, ab 2022 selbst zu bezahlen.
Die 1 Mio. EUR Tourismus-Einnahmen pro Jahr hängen zum Großteil am Stahlseil des vernachlässigten Aufzugs.
Ein weiterer Punkt, der eine sofortige Generalsanierung der Anlage dringend erforderlich machte: gegenwärtig fährt der Aufzug nur ab der 3. Etage des Kirchengebäudes. Für mobilitätseingeschränkte Personen, für viele Seniorinnen und Senioren, ein Albtraum. Die Anlage ist schlicht nicht „barrierefrei“.
Es müsste neben der Totalsanierung der Bestandsanlage ein weiterer Aufzugstrang ins Kirchenschiff eingebaut werden. Dafür hat der von der Stiftung eingesetzte, sehr renomierte, Architekt Andris Kronbergs auch 4, 5, 6 Stellen und Pläne auf dem Tisch.
Doch gebaut wurde bis Oktober 2026 nichts. Die Stiftung ist seit einem guten Jahr offenkundig im Aufzugsverzug. Auch das kann – laut Gesetz von 2022 – zu einer Rückübertragung der Immobilie, nun auf die Republik, führen.
Objektiv aber eine höllische Falle. Denn würde in der gegenwärtigen Finanzlage der Stiftung, ohne absehbare Subventionen des Deutschen Bundestags, der Aufzug für Monate oder gar mehrere Jahre ausfallen, fehlte die Haupteinnahmenposition für Sanierungsausgaben.
Das Gesetz von 2022 verbietet auch eine Beleihung der Immobilie. Die Stiftung wäre binnen kurzer Zeit, zumal bei unvorhergesehenen baulichen Verzögerungen des Aufzugsprojekts, zahlungsunfähig.
Auch das schöne Geld für die Gehälter des einen oder anderen Vorstandes fehlte dann.
Die Stiftung kann folglich, unter den aktuellen Parametern, objektiv ihre baulichen Verpflichtungen, mit denen sie bereits in Verzug ist, mittelfristig gar nicht erfüllen.
Jede andere Behauptung könnte einer vorsätzlichen Täuschung gleichkommen, um sich mit eigenen finanziellen Vorteilen bis auf weiteres über den Tag zu retten, meint der Berichterstatter.
Wäre dem so, müsste die Republik schnellstmöglich die Immobilie an sich nehmen.
Die Gehälter und die Notwendigkeit des Audits
Riga ist klein. Das begünstigt eine vielfältige, unterhaltsame Gerüchteküche. So raunen anonyme Quellen, dass man einen schärferen Blick auf die mutmaßlichen Gehälter der Personen Meissner und Müller werfen solle. Solche Gerüchte liegen gewiss nicht im Interesse der Stiftung. Daher wären alle Beteiligten gut beraten, einem Audit der privaten Lebensverhältnisse der „guten Christenmenschen“ zuzustimmen und proaktiv an der Entkräftung der kursierenden Gerüchte mitzuwirken.
Zumal die Bewilligung überhöhter Gehälter, Bonuszahlungen oder sonstiger Einkommensbestandteile für die Arbeit in Stiftung, Kirche und Event-Bereich von „St. Petri“ schlicht einen Untreuetatbestand erfüllen könnte.
Wäre dem so, hafteten alle Organmitglieder des Vorstands individuell für die Überzahlungen.
Im Extremfall müssten also die anderen Vorstandsmitglieder die Überzahlungen an Meissner und Müller aus eigenem Vermögen ausgleichen, käme die Stiftung und die Kirche in finanzielle Schieflage.
Denken wir an den möglichen Kollaps der Aufzugsanlage als Gelddruckmaschine.
Auch ließe das Gesetz von 2022 überhöhte Entnahmen aus den Tourismus-Einnahmen für Gehaltszahlungen nicht zu. Auch das könnte ein weiterer Tatbestand sein, so erfüllt, der eine Rückübertragung der Immobilie durch einfaches Dekret des Ministerrats der Republik Lettland rechtfertigte.
Man wird die Gehälter im Blick behalten müssen.
Allein der Verdacht wäre proaktiv zu zerstreuen.
Audit. Jetzt.
Domainverkauf: Noch mehr „Mammon“ muss her
Die Menschen im allgemeinen haben immer ihre Gründe, dem „Götzen Mammon“ zu huldigen und ihn anzubeten. Hat man viel von dem glitzernden Verführer, will man mehr.
Auch die Ansprüche steigen. Mehr. Mehr. Mehr. Gier. Oder dann zu hohe Ausgaben. Dann fehlt er wieder für die Bezahlung all der vielen aus der Gier folgenden Rechnungen.
Aber das Internet vergisst die Sünde und den Sünder niemals.
Wir alle werden als Leserinnen und Leser dieses Berichts, auch der Autor musste ihn mehrfach Korrektur lesen, übereinstimmen: die Internet-Domain peterbaznica.lv (die Schreibweise von petrikirche.lv auf Lettisch) wird für alle Lettinnen und Letten eine besondere emotionale Bedeutung haben.
Mutmaßlich auch für die LELB und für deren lettischsprachige „Rīgas Sv. Pētera draudze“, die lokale Gemeinde zu „St. Petri“. Die war schon vor den Deutschen dort.


Dortiger Website-Text aus der Zeit vor 2022 (Stand 23.10.2026):
„Die Petrikirche in Riga gehört zu den mittelalterlichen Backsteinbasiliken im Ostseeraum und hat eine sehr bewegte Geschichte. Zur Zeit ist sie noch Museum, ein Gesetz zur Eigentumsfrage ist im Werden. In den Jahren nach der Republiksgründung Lettlands zwischen den Weltkriegen war sie Sitz des deutschen ev. – luth. Bischofs von Lettland. Die Petrikirche gilt als eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt Riga und der Republik Lettlands.“
Es gibt nun, ganz einfach, wirklich nur 2 Optionen, die in diesem irren Cyber-Fall denkbar sind:
- Erstens, die „guten Christenmenschen“ benötigen dringend „Nauda“ (Lettisch für Cash) und versuchen, die zumindest für die LELB, die „Evangelisch-Lutherische Kirche in Lettland“, also ihre angebliche „Partnerkirche“, zweifelsohne extrem relevante „Premium-Website“ peterbaznica.lv irgendwie online „zu vertickern“, statt sie der lettischen „Partnergemeinde“ in „St. Petri“ einfach zu übertragen
oder - zweitens, die „guten Christenmenschen“ sind tatsächlich, aufgrund allerhand Kosten für die laufende Unterhaltung des historischen Bauwerks und für die eigenen Gehälter, so klamm im „Kollektenbeutel“, dass sie die Domain-Gebühren nicht entrichten konnten und der Hoster die Domain laut Hosting-Vertrag automatisiert zum Verkauf gestellt hat. Auf diese zweite Option weist die Rigaer Rechtsanwältin Elīna Čakste (Partnerin bei „Spilbridge“) hin.
Čakste, die auch in Berlin Jura studierte und Einblicke in die Arbeitsweise eines Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestags gewinnen konnte, ist in die „Causa St. Petri“ auf lettischer Seite eingearbeitet.
Die Juristin steht dem Kulturministerium und dem Finanzministerium der Republik Lettland für die Übernahme des Mandats zum Durchklagen der entschädigungslosen Rückübertragung von „St. Petri“ auf die Republik zur Verfügung.
Čakste sieht auch andere Auswege aus der Dauerkrise in und um „St. Petri“ seit 2022. Sie wird am Rigaer STAMMTISCH LETTLAND zu Allerheiligen, am 01.11.2026, 12:00 bis 16:00 Uhr, teilnehmen.
Dort wird sie auch offen sein für Gespräche mit Vorstandsmitgliedern der Stiftung sowie der „Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Lettland“ sowie der lettischsprachigen „Rīgas Sv. Pētera draudze“ (LELB).
Möglicherweise gelingt auch so eine geordnete Restrukturierung, ein gesichtswahrender Rückzug bis März 2027. Es ist vorbei. Nicht nur für alte Websites.

Die Rolle Wagners & der „Deutschbaltischen Gesellschaft“
Wie schon notiert, kommt diese toxische Eskalation in und um „St. Petri“ nicht überraschend. Daher lohnt ein Blick auf die Steigbügelhalter des „Retters von St. Petri“.
Die sitzen auf den Stühlen der deutschbaltischen Institutionen. Insbesondere bei der honorigen „Deutschbaltischen Gesellschaft“ (aktiv in Westdeutschland seit 1950). Dort ist man auch gut mit dem „Auswärtigen Amt“ verdrahtet. Das ist eigentlich eine gute Sache.
„Domus Rigensis“ indes scheint den „Braten gerochen“ zu haben und blieb „sauber“.
Seinen Anfang nahm das Meissner-Muster nämlich gar nicht in „St. Petri“, sondern inspiriert durch das Rigaer „Richard-Wagner-Haus“.
Diese gute 5000 qm grosse Rigaer Wagner-Kultstätte, der Meister lebte und arbeitete in seinen frühen Zwanzigern 2 Jahre in Riga, soll möglicherweise schon 2027 totalsaniert und im heutigen Besitz der „Richard Wagner Gesellschaft“, dank eines anderen Gesetzes des Saeima aus dem Jahr 2020, nicht nur mit dem „Wagnersaal“ wiedereröffnen.
Zunächst gab es aus deutschen Schatullen 200.000 EUR schon im Jahr 2021. Der Deutsche Bundestag gewährte sodann im Herbst 2022 eine Subvention aus seinen Haushaltsmitteln in Höhe von weiteren 5 Mio. EUR.
Auch hier exponierten sich Steinmeier und Levits verdienstvoll.
Das Gesamtprojekt hat ein Volumen von mehr als 44 Mio. EUR.
Okay, es geht um Wagner, Bayreuth und Riga – das lässt sich noch verstehen.
Zumal das dortige Stiftungsprojekt für die Riharda Vāgnera iela 4, Vecrīga, mit Māris Gailis unter professioneller lettischer Führung steht und auch potente private Sponsoren einbindet. Gailis war sogar mal Ministerpräsident der Republik Lettland. Er hat einen privatwirtschaftlichen Hintergrund im Immobilienbereich. Es läuft dort. Es gibt etwas für das deutsche Steuergeld. Man weiß, wie es geht.
Genau das wollte man auch für „St. Petri“. Und „vergeigte“ es, um eine Analogie aus Wagners Gedankenwelt zu bemühen.
Oder man wollte möglicherweise auch nie wirklich ein vergleichbares Konzert, sondern war ebenso möglicherweise nur mit kurzfristigem Einkommen an der „Theaterkasse“ in einer schwierigen Lebenssituation zufrieden. Das werden wir hier nicht aufklären können.
Und wir wollen niemandem nichts unterstellen.
Jedenfalls wurde es ein Leichtes für Meissner, Müller, Millere, für die 2021 gegründete „Stiftung St. Petrikirche“, für die ihnen verbundene „Deutsche Evangelisch-Lutherische Kirche in Lettland“, die „Wagner-Partitur“ zu kopieren und damit die deutschbaltischen Ambitionen in Riga zu bespielen.
Das zumeist ältere deutschbaltische Publikum hörte das „Cover-Stück“ nur allzu gerne.
So gab man dem Verhängnis seinen Lauf.

Natürlich hätte die in Darmstadt ansässige „Deutschbaltische Gesellschaft“ niemals in diese Lage kommen dürfen. Oder sollen. Das ist wirklich eine ehrenwerte Vereinigung (seit 1950), die super Arbeit mit und in den baltischen EU-Staaten leistet. Ein wenig CDU-nah, mag man vermuten. Aber wichtig für das deutschbaltische Leben. Mit dem Vorstand Andreas Hansen jedenfalls in bewährt guten Händen.
Nur läuft sie jetzt, 2026/2027, wegen des Streit-Fiaskos in und um „St. Petri“ dringend Gefahr, als „ehrenwerte Gesellschaft“ in den Fokus zu geraten.
Auf den „Schwingen des Sieges“ erhob man Meissner im Sommer 2023 in den Vorstand der Institution.
Er hatte „St. Petri“ wieder in den Orbit der Deutschbalten gebracht.
So schien es 2023, nur ein Jahr nach Steinmeiers barockem Auftreten in Riga.
Das Ende mag nun ein ganz anderes werden.
Als Beisitzer im Vorstand dieser Traditionsvereinigung hatte Meissner es 2023 „geschafft“. So musste es den Anschein haben. Als körperschaftliches Mitglied war die „Stiftung St. Petrikirche Riga“ in den Olymp der Deutschbalten aufgestiegen. Jetzt haben wir 2026.
Gute 3 Jahre später. Jetzt bietet sich ein besseres Blickfeld.
Wobei der Wahl in den Vorstand, sei es als Beisitzer, ein wahres „Heldenepos“ vorauslief.
„Dass ein Erfolg unabsehbar viel Arbeit bescheren kann, wusste Stefan Meissner schon, als er sich unermüdlich für die Rückgabe der St. Petri-Kirche in Riga an die deutsche Gemeinde einsetzte. Das Werk gelang auf Umwegen und mit der Unterstützung vieler. In einem Interview in der aktuellen Ausgabe 1/2 2022 der „Mitteilungen aus baltischem Leben“ schildert Meissner den langen Weg bis zum entsprechenden Gesetz der Saeima und seine Entschlossenheit als Vorsitzender des Vorstands der Stiftung St. Petri-Kirche, alle Auflagen zu erfüllen.“
Das war Überschwang. Gewiss hat Meissner sich Verdienste erworben. Aber die Resultate im Sinne der Deutschbalten bleiben offen. Ebenso jene im Sinne der Stadt Riga oder der Republik Lettland.
Denn gegenwärtig sieht es halt, wegen der Handelnden seit 2021/2022, nach Rückübertragung der Immobilie aus.
Die kommenden Monate 2026/2027 werden entscheidend.
Wende man das Übelste ab.
Beten wir zu Allerheiligen alle gemeinsam für „St. Petri“.
Diesen Bericht, der fortgeschrieben wird, auf RSS zu setzen, das mag sinnvoll sein.
Bis bald. Danke für die Aufmerksamkeit bis zum vorläufigen Ende dieses Reports (Stand 24.10.2026).
