Ein Mediennetzwerk um die „Internationale Medienhilfe“ (IMH), das aus deutschsprachigen Medien im Ausland besteht, ruft entlang einer amerikanischen Tradition den 6. Oktober fortan weltweit als „Tag der Auslandsdeutschen“ aus.
Erstmalig wird der Gedenktag am 6. Oktober 2026 begangen. IMH-Gründer Björn Akstinat ermutigt deutschsprachige Zeitungen, Internetportale, Fernseh- und Hörfunksender weltweit, sich mit Beiträgen zu beteiligen. Wir wollen dem nicht nachstehen. In den baltischen EU-Staaten leben seit den 1990er Jahren wieder viele Auslandsdeutsche. Es werden mehr. In Lettland formiert sich aus den „Deutschen im Ausland“ gar die deutschsprachige Minderheit der „Neuen Deutschbalten“.
Ausgangspunkt der Initiative der in Berlin und in Köln ansässigen IMH ist die U.S. Tradition des „German-American Day“. Dieser Gedenk- und Feiertag erinnert in vielen U.S. Bundesstaaten an den außerordentlichen Beitrag, den deutsche Einwanderinnen und Einwanderer für den Aufbau der Vereinigten Staaten von Amerika leisteten. Das Datum bezieht sich hierbei auf die Stadtgründung Germantowns, im Philadelphia County des Bundeststaats Pennsylvania. Der deutsche Jurist und Schriftsteller Franz Daniel Pastorius gründete die deutsche Siedlung in Amerika am 6. Oktober 1683.
Nach den Wirren des 20. Jahrhunderts geriet diese Tradition in den USA zunächst in Vergessenheit. Bis U.S. Präsident Ronald Reagan den „German-American Day“ im Jahr 1983 proklamierte. Damit sollte das 300. Jubiläum der Einwanderung Deutscher in die USA gewürdigt werden. Seit 1987 ist der 6. Oktober ein gesetzlicher Bundesfeiertag.

Die IMH zum 6. Oktober und seiner weltweiten Bedeutung: „Ohne Deutsche gäbe es in den USA keine Hamburger, kein Ketchup, keine Micky Maus, keine Jeans, kein Paypal und keine Hollywoodfilme! In Paris stünde kein Eiffelturm. Die Briten hätten keinen König Charles und keine Weihnachtsbäume. In Paraguay würde ohne Deutsche die Milchversorgung zusammenbrechen. Der argentinische Tango müsste ohne seine typische musikalische Untermalung durch das Bandoneon auskommen. Ohne Deutsche würde Australien heute nicht zu den weltweit führenden Wein-Exporteuren gehören. Wichtige Teile der Aborigines-Kultur wären in Vergessenheit geraten. Das größte Platin-Vorkommen der Welt in Südafrika und einzigartige Felszeichnungen in der libyschen Sahara würden vielleicht bis heute auf ihre Entdeckung warten. In Pakistan wären Tausende Menschen ohne eine Deutsche aus Leipzig an Lepra gestorben.“
Björn Akstinat und Juliane Herbst von der „Internationalen Medienhilfe“ (IMH) ordnen diesen Beitrag von Deutschen nun weltweit ein. „Viele der über 60 Millionen Deutschstämmigen im Ausland haben Großartiges geleistet. Doch diese Leistungen werden kaum gewürdigt.“
Dieser Ehrentag werde darum nun auf alle Länder rund um den Globus ausgeweitet. „Die im Netzwerk der Internationalen Medienhilfe (IMH) zusammengeschlossenen deutschsprachigen Auslandsmedien“ hätten den 6. Oktober zum internationalen „Tag der Auslandsdeutschen“ erklärt. Initiativen quer über den Planeten schließen sich an, aus den beiden Amerikas bis Namibia (ehemals „Deutsch-Südwestafrika“), von Australien bis Lettland. So wünscht auch der STAMMTISCH LETTLAND dem Aufruf viel Erfolg aus Riga.






Insbesondere unter Würdigung der neuen Auswanderungswelle aus Deutschland, bedingt durch die vielfachen Instablitäten und negativen Dynamiken in der „Bundesrepublik“, kommt dem neuen, weltweiten Ehrentag des 6. Oktober als „Tag der Auslandsdeutschen“ große Bedeutung zu.
Gegenwärtig verlassen jedes Jahr rund 300.000 Deutsche ihr Heimatland, um in der Ferne ihren Frieden zu finden. Das sind qualifizierte und häufig auch vermögende Bundesbürger, die innerlich auf Distanz zum deutschen Staat gingen.
Lettland ist in der neuen Exil-Welle – noch – keine Top-Destination, aber die Zahl der Deutschen in unserer Lieblingsostseerepublik wächst beständig auf. Es gibt wieder eine relevante deutsche Minderheit in Lettland.
In diesem, später nachgetragenen, Video wünschen Dieter Massin (Deutscher Kulturverein Memel) und Bruck M. Kimmerle (STAMMTISCH LETTLAND) dem 6. Oktober und allen Deutschen im Ausland zum „Tag der Auslandsdeutschen“ aus Rīga alles Gute für die weltweite Zukunft.
Seit dem 6. Oktober 2026 haben die Deutschen im Ausland einen neuen globalen Feiertag.
