Wie nie zuvor seit der Wiederherstellung der deutschen Einheit im Jahr 1990 sind die Deutschen gesamtgesellschaftlich gespalten. Die bundesrepublikanische Gesellschaft ist final zersetzt. Kaputt.
Das zeigte sich zuletzt im extrem polarisierten Wahlergebnis zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September. Am 20. September wird der nächste Donnerschlag anlässlich der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ergrollen. In dieser historischen Phase der jüngeren deutschen Geschichte seit dem 2. Weltkrieg kooperieren, sprechen, feiern Deutsche auch in Lettland längst nicht mehr gemeinsam.
Außer am STAMMTISCH LETTLAND.
Diese länger als 2 Jahrzehnte bestehende Tradition und Institution unserer Lieblingsostseerepublik lädt dieses Jahr am Samstag, 3. Oktober 2026, zum „Tag der deutschen Einheit“ auf den Marktplatz von Ventspils (Windau).
Von 10:00 bis 14:00 Uhr trifft sich der STAMMTISCH LETTLAND neben dem Glockenturm – bei gutem Wetter draußen, bei schlechtem Wetter innen – mit lettischen Freundinnen und Freunden aus Riga, Ventspils, mit deutschen Landwirten in Kurland, mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern deutscher Investoren in Lettland und mit vielen netten Menschen, die zu diesem geselligen Anlaß auch aus Riga anreisen.
Der „Deutsche Kulturverein Ventspils“ der „Latvijas Vācu savienība“ ist aufs Herzlichste eingeladen.
Die Exkursionen bringen seit dem Jahr 2025 diese mehr als 20 Jahre alte, beliebte Institution des STAMMTISCH LETTLAND nun zu bestimmten Anlässen in die Regionen Lettlands.
Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Ventspils sind willkommen („Wir haben Platz“). Für die lettischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ventspils-Exkursion des STAMMISCH LETTLAND steht ab 10:00 Uhr eigens ein Faß „Freibier“ aus Bayern zur Verfügung.
Auch im Jahr 2026 ist das natürlich nur mit freundlicher Unterstützung der SIA „ZIBU Ventspils“ sowie ihrer bayerischen Muttergesellschaft, der „Erdenwerk Gregor Ziegler GmbH“, möglich. Liels paldies!

Der 3. Oktober 2026 ist das erste Mal in der langen Tradition des STAMMTISCH LETTLAND, dass eine eigene Feier zum „Tag der deutschen Einheit“ organisiert, veranstaltet wird.
Schon zu gleichem Anlass im Jahr 2025 gab es eine gesonderte Vorab-Veranstaltung des STAMMTISCH LETTLAND vor dem öffentlichen Event der Botschaft der „Bundesrepublik“.
Aus protokollarischen Gründen konnten viele Aktive aus dem Spektrum der Deutschen in Lettland durch die Botschaft nicht zum diplomatischen Empfang vor dem öffentlichen Ereignis im Rigaer „Tallinas ielas kvartāls“ eingeladen werden.
So fand man sich zuvor am STAMMTISCH LETTLAND im „Tallinas kvartāla Ezītis miglā“ ein, auch unsere lettischen und lettisch-jüdischen Freundinnen und Freunde, um sodann die deutsche Einheit 50 Meter entfernt gemeinsam herzustellen.
Historische Umbrüche in Deutschland wie 1989?
Hinsichtlich der Spaltung der bundesrepublikanischen Gesellschaft und der historischen Umbrüche beim großen westeuropäischen Partner, hat der STAMMTISCH LETTLAND als lettische Institution den Puls an der Zeit. Das wird von den lettischen Freundinnen und Freundinnen der neuen deutschbaltischen Institution durchweg sehr geschätzt. Denn so fließen gesicherte Informationen zur Disruption in der „Bundesrepublik“, die sonst eher gefiltert würden.
Exemplarisch ist die Frage eines exponierten Spitzendiplomaten der Republik Lettland zu Beginn des September 2026 in Vecrīga (Riga-Altstadt):
„Warum ist Friedrich Merz denn so unbeliebt, er ist doch so ein guter Bundeskanzler?“
Der STAMMTISCH LETTLAND liefert Quellen, Analysen, Meinungen, freien Diskurs, er profitiert von der garantierten und gelebten Meinungsfreiheit in der Republik Lettland, einer gefestigen westlich-nordischen Demokratie. Er lebt die Freiheit der Rede – und somit liefert er vieles, das heute in der „Bundesrepublik“ undenkbar erscheint. Das schätzen insbesondere auch unsere lettischen Freundinnen und Freunde mit Interesse an Deutschland. Man kann das individuelle Engagement gegenüber der „Bundesrepublik“ an solchen Erkenntnissen ausrichten – oder eben auch nicht.
So war es zum nun wiederholten Mal möglich, nun auch mit der Landtagswahl Sachsen-Anhalt am 6. September 2026, ein geselliges, entspanntes „Public Viewing“ in Vecrīga abzuhalten.
Ohne Aggression, Hass, Übergriffe. Weil wir in Lettland sind. Entspannt, gesellig, zivilisiert, erhellend.
In Berlin ohne Polizeischutz im Jahr 2026: unmöglich.

Ein alternativ entspanntes Format, um die tatsächliche Großlage in der „Bundesrepublik“ im Jahr 2026 in Lettland in den Blick zu nehmen, existiert nicht. Die „amtlichen“ Institutionen des bundesrepublikanischen Staats können das selbstverständlich nicht leisten. Sie sind Aufträgen und Weisungen aus Berlin unterworfen. Sie dürfen das schlicht nicht.
Sie machen „Propaganda“ im positiven Sinn.
Sehr professionell und gut.
Lettlands Partner-Bundesland vor Disruption?
Am 20. September 2026 wählt auch das nordostdeutsche Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Ein Bernstein unter den deutschen Ländern. Dort zeigen die Indikatoren der gesamtgesellschaftlichen Disruption möglicherweise noch weiter in Richtung „Highway to Hell“.
Die „Kanzlerpartei“ CDU, die „Christlich Demokratische Union“, die Partei von Angela Merkel, läuft fatal auf die 5-Prozent-Hürde zu. Die aktuellen Umfragen mögen +/- 2-3 Prozent Toleranz nach unten aufweisen, das ist in der Demoskopie nicht unüblich. Insbesondere die Methodik „Telefonbefragung“ mag darauf hindeuten.
Wir kennen solche 2-3 Prozent Schwankungsbreiten bereits vom „Public Viewing“ des STAMMTISCH LETTLAND am 6. September. Der 20. September mag für den „guten Bundeskanzler“ sogar noch brutaler werden als der 6. September. Und dies in einem strategischen Bundesland für die Baltics, insbesondere auch für Lettland. Denken wir an Logistik, Verteidigung, Häfen, Import und Export, humanitäre Verflechtungen, Soziales – und „Nordstream“ (ein besonderes „Baby“ der starken, roten „Küstenbarbie“).

Das ist alles kein „Geheimwissen“, das könnten alles auch die „amtlichen“ bundesrepublikanischen Institutionen in Lettland vermitteln. Tun sie aber nicht. Weder Botschaft, Parteistiftungen pp. erklären die gesamtgesellschaftliche Disruption, unter deren Effekten lettische Einwanderinnen und Einwanderer im Übrigen zu leiden haben.
Lettinen und Letten, die dann möglicherweise auch bei der Botschaft in Berlin hilfesuchend aufschlagen.
International werden die – insbesondere aus baltischer Sicht – beängstigenden Vorgänge in der „Bundesrepublik“ bereits seit Wochen ausgeleuchtet. Auch wenn das offizielle Lettland sich am 6. September beim „Public Viewing“ noch zurücknahm, so beschäftigt sich nun schon das höchst renomierte CHATHAM HOUSE mit den Vorgängen in „Buntland“. Merkel, Scholz, Merz grüßen nett.
Zuvor berichteten u.a. CNN, BBC, THE ECONOMIST, die „Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politk“ (DGAP) sowie die „Stiftung Wissenschaft und Politik“ (SWP), die beiden zentralen „Think Tanks“ der deutschen Außenpolitik, über die hier zitierten Vorgänge. Nein, das ist kein „Geheimwissen“ in den Baltics, das sind keine „Fake News“ und das könnte man eigentlich auf dem Radarschirm haben.
Das „Public Viewing“ in Vecrīga am 6. September war ein geselliges Angebot, das alles auch wissen zu können.
Die Exkursion des STAMMTISCH LETTLAND nach Ventspils (Windau) am 3. Oktober ist auch die Wiederholung dessen. Was bedeutet das alles für uns in Lettland?
Auf, zu einem geselligen, informativen, unterhaltsamen Samstag, dem „Tag der deutschen Einheit“, in Ventspils (Windau). Das wird lustig. Auch wenn sich einige darüber aufregen mögen.
Wir wollen immer daran denken: „Die Gedanken sind frei!“

Lettischer Wortlaut (Artikel 100 Satversme):
„Ikvienam ir tiesības uz vārda brīvību, kas ietver tiesības brīvi iegūt, paturēt un izplatīt informāciju, paust savus uzskatus. Cenzūra ir aizliegta.“
Tatsächlich garantiert die Verfassung der Republik Lettland („Satversme“) weitaus besser die Freiheit der Meinung, Rede, Information als der Art. 5 GG der „Bundesrepublik Deutschland“ von 1949/1990
Die Gedanken sind frei
Aber die Feier und die Geselligkeit, Harmonie, sie stehen am 3. Oktober auf dem „Marktplatz der Ideen“ des charmanten Ventspils, im Mittelpunkt.
Mit Ihnen/Dir.
Mit „Freibier“.
„Dievs, svētī Latviju“
