Do.. Juni 25th, 2026

Heute möchte ich Ihnen eine Analyse von Alexander Dederer  in Auszügen präsentieren. Er bezieht sich explizit auf Deutschland , aber die Probleme die er anreisst betreffen nicht nur Deutschland, sondern eigentlich jeden Staat auf der Erdkugel.

Für Repräsentionszwecke werden Millarden von Euro ausgegeben, Politiker agieren wie zur Zeit des Sonnenkönigs in Frankreich, ich bin ausgewählt, heisst der Slogan, wie auch immer von Volks- Gottes Gnaden, und organisiere mein luxurioses Wohlfühlleben, ignorant gegenüber der Realität eines grossen Teils der Bevölkerung, mit Phrasen welche kaum noch Tuchfühlung zum wirklichen ökonomischen Problem der meisten Menschen haben.

Das war vor hundert Jahren auch in Lettland nicht anders, siehe das illegale Flugblatt der damals verbotenen Revolutionären Sozialdemokratischen Arbeiter Partei Lettlands ca. Ende der 20er Jahren.

Auffallend ist folgender Abschnitt, hier sinngemäss übersetzt:

„Nach diesem wirtschaftlichen Zustand, mit einem monatlichen Einkommen von 1000 bis 3000 Lat und mehr muss man diese ( Leiter der Sozialdemokraten) zugehörig zur gehobeneren Klasse der Bourgeoisie zählen. Die Leiter der Sozialdemokraten sollten eigentlich die Interessen der Arbeiterschaft gegen die Bourgeoisie durchsetzen, interessieren sich aber nur für ihr persönliches Wohlbefinden.“

(Der durchschnittliche Monatslohn für Industriearbeiter in Lettland lag Ende der 1920er Jahre bei etwa 100 bis 110 Lats. Für landwirtschaftliche Arbeiter betrug der Verdienst rund 50 bis 60 Lats im Monat!)

Nun schauen wir uns die aktuelle Analyse von Alexander Dederer bezüglich Deutschlands an, welche allerdings im Prinzip für viele europäische Staaten und für Staatssysteme allgemein zutreffend ist:

Politische Mimesis der deutschen Staatsführung: Wie die Verschleierung
systemischer Fehler und die Interessen der Bürokratie den deutschen
Sozialstaat liquidieren

Die vorliegende Analyse ist ein Versuch einer unvoreingenommenen systemischen Prüfung der
Prozesse, die in der Staatsführung und der Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland ablaufen.
Die tiefe Krise, in die das Land gerät, erfordert eine harte Verantwortungsübernahme und eine
detaillierte Offenlegung der Mechanismen, die die Grundlagen des deutschen Sozialstaats
zerstören. Wenn aufgrund strategischer Fehler BASF-Werke geschlossen werden und Kapital aus
dem Land flieht, gerät die finanzielle Stabilität aller staatlichen Institutionen, einschließlich des
Rentensystems, unter Druck. Diese Kritik ist kein Untergraben des Fundaments, sondern ein
Versuch, die Grundlagen des gesellschaftlichen Wohlstands zu schützen, der heute zur Geisel
administrativer Ineffizienz wird.

Anatomie der Deindustrialisierung und Betrug mit Subventionen: Wie der Steuerzahler
doppelt für Energie zahlt

Nach offiziellen Angaben des Statistischen Bundesamtes
(Destatis) hat die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Land den kritischen Punkt von 21.812
Unternehmen erreicht. Der Hauptauslöser dieses Prozesses war die vorsätzliche Zerstörung des
energetischen Fundaments des Landes. Die administrative Abkehr von langfristigen und
prognostizierbaren Lieferungen bezahlbarer Energieträger hat dazu geführt, dass sich die größten
Industriegiganten in einer Situation langfristiger Unrentabilität befinden.
Das anschaulichste Beispiel für diese Katastrophe ist das Flaggschiff der deutschen
Chemieindustrie – der BASF-Konzern. Erdgas ist für den Chemie-Giganten ein unersetzlicher
Rohstoff für die Synthese von Ammoniak, Methanol sowie die gesamte Kette der Polymer- und
Düngemittelherstellung. Die seinerzeit vom ehemaligen Wirtschaftsminister Robert Habeck
eingeführte Politik der erzwungenen und beschleunigten Dekarbonisierung legte bei fehlender
alternativer Rohstoffbasis eine Zeitbombe unter die Branche. Die Katastrophe besteht jedoch
darin, dass die neue Bundesregierung und der auf Habeck folgende neue Wirtschaftsminister
diesen Kurs vollständig übernommen haben und den gleichen destruktiven Weg weitergehen.

Als Ergebnis drosselt BASF die Produktion inDeutschland, baut tausende Arbeitsplätze ab und verlagert seine wichtigsten Produktionskapazitäten und Investitionen nach Asien und in die USA. Die negativen
Nettoinvestitionen beliefen sich auf beispiellose 125 Mrd. € – das ist ein gigantisches Volumen
an Kapital, das das Land für immer verlassen hat.
Um dieses Versagen zu maskieren, nutzt das neue Ministerium, wie die vorherige, aktiv
politische Mimesis unter dem Deckmantel von „staatlichen Subventionen und Zuschüssen für
Strom“ für Industrie und Bevölkerung. In der makroökonomischen Realität gibt es hier jedoch
kein „staatliches“ Geld – die Subventionierung von Energieträgern erfolgt faktisch direkt aus den
Taschen der Steuerzahler. Das Schema wirkt zynisch: Zuerst treiben die Beamten durch ihre
Entscheidungen die Marktpreise für Gas und Strom um ein Vielfaches in die Höhe, und dann
ziehen sie die Mittel durch Steuern und versteckte Abgaben aus den Einkommen der Bürger ein,
um diese kosmischen Tarife für ausgewählte Unternehmen teilweise zu kompensieren.

Derdeutsche Steuerzahler zahlt doppelt: das erste Mal, indem er die enormen Rechnungen für sein
eigenes Wohnungswirtschaft bezahlt, und das zweite Mal durch die Haushaltsumverteilung,
wenn seine Steuern in die Aufrechterhaltung energieintensiver Produktionen fließen.

Das Projekt Rentenpaket II und die Renten-Sackgasse der BRD

Der Kern des Problems ist einfach: Die Subventionen aus dem Bundeshaushalt an die Deutsche
Rentenversicherung haben bereits die astronomische Marke von 127 Mrd. € pro Jahr
überschritten und verschlingen mehr als ein Viertel aller Staatsausgaben. In einer Zeit, in der
Werke geschlossen und hochbezahlte Arbeitsplätze vernichtet werden, schrumpft die Steuerbasis
rapide. Anstatt das Wirtschaftswachstum anzuregen und die Geschäftskosten zu senken, schreibt
der Bundestag im Rentenpaket II eine unvermeidliche Erhöhung der Rentenbeiträge für
arbeitende Bürger auf 22,3 % bis 2035 fest. Dies ist ein direkter Entzug von Liquidität aus dem
Realsektor der Wirtschaft, der die Binnennachfrage endgültig ersticken wird. Die Mimesis der
„sozialen Fürsorge“ entpuppt sich als legalisierter Raub zukünftiger Generationen zur Deckung
des aktuellen Defizits.

Geoökonomischer Transit bis 2035: Indien, Deutschland und Status-Mimesis

Bis 2035 (und laut einer Reihe von Prognosen bereits vor Ende dieses Jahrzehnts) wird die
globale Architektur mit einer fundamentalen makroökonomischen Verschiebung konfrontiert:
Indien wird Deutschland beim nominalen BIP überholen und den Status der drittgrößten
Volkswirtschaft der Welt festigen. Der Abstieg Deutschlands im globalen Wirtschaftsranking und
der synchrone Aufstieg Indiens schaffen ein ideales Umfeld für eine großflächige Erscheinung
der politischen Status-Mimesis auf der internationalen Bühne.
Unter den Bedingungen dieses Transits wird Mimesis zu einem Schlüsselinstrument für
Überleben und Anpassung, sowohl für die an Positionen verlierende Macht als auch für den an
Stärke gewinnender Hegemon.In dem Maße, wie die reale industrielle und wirtschaftliche Basis Deutschlands schrumpft, sieht
sich Berlin gezwungen, auf kompensatorische politische Mimesis zurückzugreifen. Der
Verlust des Status als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt wird durch eine übersteigerte
Betonung der ideologischen und wertebasierten Führung kaschiert.

Imitation eines globalen Treibers:
Da sie ihre reale Wettbewerbsfähigkeit in den traditionellen Sektoren der Wirtschaft verlieren,
mimen die deutschen politischen Eliten globale Führer der „grünen Transformation“ und der
„Werte-Diplomatie“. Das Streben, ökologische und ethische Standards zu diktieren, wird zu einer Form des
politischen Tarnmanövers – ein Versuch, sich den Platz in der „ersten Liga“ durch moralische
Autorität zu bewahren, wenn die wirtschaftlichen Hebel schwächer werden. Dies ist ein
klassisches Beispiel dafür, wie ein schwächer werdender Akteur frühere Stärke imitiert, um seine
Verwundbarkeit vor den heimischen Wählern und externen Partnern zu verbergen.

Das Phänomen der „Hochglanz-Bürokratie“ und personelle Lähmung

Vor diesem katastrophalen makroökonomischen Hintergrund erscheint das Verhalten der
deutschen politischen Klasse wie ein Fest während der Pest. In die Politikwissenschaft hat der
Begriff „Hochglanz-Bürokratie“ Einzug gehalten – ein Phänomen, bei dem die reale Verwaltung
des Staates durch die Schaffung eines makellosen Medienbildes ersetzt wird. Während die
Industrie um Senkungen der Stromsteuern bettelt, geben Ministerien und Behörden Millionen
Euro an Steuergeldern für den Unterhalt persönlicher PR-Infrastruktur aus. Ein Symbol dieser
Epoche wurde der offizielle Vertrag von Annalena Baerbock über die Dienste eines persönlichen
Visagisten und Stylisten in Höhe von 136.552 € pro Jahr. Die Ausgaben für Fotografen, Stylisten
und Imagemaker seitens solcher Figuren wie Katherina Reiche oder Kanzler Friedrich Merz
gehen in die Millionen. Die Verwalter glauben aufrichtig, dass, wenn man das Foto eines
Ministers vor dem Hintergrund eines schließenden Werks professionell retuschiert, die Tatsache
der Werksschließung die Wählerschaft nicht mehr beunruhigen wird. Diese Medien-Mimesis
wird durch eine tiefe personelle Lähmung ergänzt. Der Wechsel der Gesichter auf den Plakaten
der Parteien hat nicht zu einem Umdenken geführt: Berlin versucht weiterhin, komplexeste
wirtschaftliche Prozesse mittels PR-Technologien und Moralisierung zu verwalten.

Vor dem Hintergrund der Stagnation des Realsektors und der
schrumpfenden Steuerbasis zeigen die Ausgaben für den Unterhalt des staatlichen Apparats
selbst ein anomales, rekordverdächtiges Wachstum, das die Bürokratie in ein isoliertes
„Selbstbedienungs-Ökosystem“ verwandelt. Die Exzessivität und Ineffizienz dieser Kosten
lassen sich anhand der folgenden destruktiven Erscheinungen anschaulich nachvollziehen:
Das Institut des Bundespräsidenten der BRD (Bundespräsidialamt): der Preis des repräsentativen
Simulakrums. Während die Wirtschaft des Landes härteste Sparmaßnahmen erfordert, hat der
Unterhalt des Präsidialamtes (Haushaltskapitel 01) die Marke von 46,9 Mio. € pro Jahr
überschritten. Davon betragen die reinen Kosten für den persönlichen Unterhalt des Apparats
und die Repräsentationsausgaben („Palast“-Bedürfnisse von Schloss Bellevue) über 24 Mio. €.

Resümee

  1. Konsum von Kapital zugunsten des „Unterhalts der Fassade“: Sowohl in Rom als auch in
    Frankreich begann der Staat am Ende, sein Stammkapital aufzuessen, um die Betriebskosten der
    Elite zu decken.
  2. Verlust der Steuerung: Wenn die Bürokratie zu komplex wird, beginnt sie, nach eigenen
    Regeln zu leben und reale Signale von vor Ort zu ignorieren (das, was man als „System der
    Simulakren“ bezeichnet).
  3. Unvermeidlichkeit der Krise: Historisch gesehen reformieren sich solche Systeme nicht
    freiwillig „von oben“, weil der Verwaltungsapparat daran interessiert ist, den Status quo zu
    erhalten. Veränderungen finden erst statt, wenn die Ressourcenbasis („Basis“) endgültig
    erschöpft ist und das System unter der Last der eigenen unerfüllbaren Verpflichtungen
    zusammenbricht.

Das personelle Vakuum und die Degeneration der Verwaltungsentscheidungen in den
Machtstrukturen der BRD sind auf einen tiefgreifenden soziologischen Prozess zurückzuführen –
das Phänomen der „negativen Evolution“ und Deprofessionalisierung der politischen Klasse. In
den letzten Jahrzehnten wurden staatliche Institutionen und Parteinomenklatur zu einem
Anziehungspunkt für eine riesige Masse an Anpasslern, die absolut nicht konkurrenzfähig waren
und sich nicht im hochtechnologischen Realsektor der deutschen Wirtschaft (vom Maschinenbau
bis zur Chemieindustrie) verwirklichen konnten. Personen, die nicht über harte Kompetenzen,
Erfahrung in der Verwaltung materieller Vermögenswerte und Verständnis für die Gesetze des
Marktes verfügen, finden für sich ein ideales Versteck in den Apparatstrukturen.
Darüber hinaus beginnt dieses destruktive System, graue Mittelmäßigkeiten bis an die höchsten
Spitzen der Staatsmacht durchzulassen – Menschen, die oft keine fachspezifische höhere
Ausbildung haben, einen engen Horizont demonstrieren und in einer Reihe von Fällen nicht
einmal den Grundzyklus der obligatorischen Ausbildung abschließen können, wobei sie in
Fragen der Makroökonomie und des Staatsaufbaus funktional illiterat bleiben. Trends der
„Ochlokratisierung“ der Parteilisten führen dazu, dass Personen ohne jeglichen beruflichen
Background und elementare Grundkenntnisse mit der Befugnis ausgestattet werden, Gesetze von
föderaler Bedeutung zu verabschieden.
Die Schlüsselkatastrophe dieser personellen Filterung besteht in der Formung einer
intellektuellen und emotionalen Taubheit bei den Vertretern der neuen Macht. Da diese
Funktionäre nicht die Fähigkeit besitzen, elementare Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge
wirtschaftlicher Prozesse zu verstehen, sind sie vollständig frei von einem Gefühl der
Anteilnahme, Empathie und echtem Mitgefühl für die angestammte Bevölkerung des Landes, in
deren Umfeld sie sich aufhalten und parasitieren wollen.

Berlin hat einen in der Weltpraxis einzigartigen destruktiven Mechanismus geschaffen: Er
entzieht Geld durch Steuern aus den Taschen der arbeitenden Bevölkerung, garantiert aber
gleichzeitig ein hohes Lebensniveau für Millionen von Menschen aus der ganzen Welt, die legal
nicht arbeiten können.

Das System des Bürgergeldes(Bürgergeld) und spezielle Zulagen bilden eine wirtschaftliche Anomalie. Neben direktenmonatlichen Zahlungen an jedes Familienmitglied übernimmt der Staat vollständig die Zahlungder Kaltmiete, der Nebenkosten, der Heizung und stellt eine kostenlose Krankenversicherung zur Verfügung. Um netto (nach selbstständiger Zahlung von Steuern, Miete, Wohnungs- und Kommunalwirtschaft und
Versicherungen) einen äquivalenten Betrag in den Händen zu halten, ist der deutsche Bürger
verpflichtet, Vollzeit mit einem Bruttolohn von mindestens 3.000 € – 3.500 € pro Monat zu
arbeiten. Als Ergebnis leben Millionen arbeitender Spezialisten ärmer als nicht arbeitende
Empfänger sozialer Transferleistungen.

Der deutsche Sozialstaat (Sozialstaat) wird durch systemischen Egoismus, berufliche
Unfähigkeit und ideologische Blindheit seiner eigenen Führung zerstört. Die Philosophie der
individuellen Sparsamkeit, die der Bevölkerung aufgezwungen wird – das ist ein zynischer
Versuch, die Bürger dazu zu bringen, aus ihrer eigenen Tasche die hausgemachten Krisen zu
bezahlen. Der Realsektor der Wirtschaft, der die Stabilität des Staates sichern sollte, wird
konsequent liquidiert.

Die vollständige ausführliche Analyse können sie unter:

Ein Gedanke zu „Sinnlose Verschwendung der Regierungen verarmt die Bürger und schädigt die Wirtschaft“
  1. Ich kenne niemanden, der keine im Ausland gefertigte Gegenstände besitzt.
    Ich kenne niemanden, der in Deutschland Gegenstände fertigt, die ins Ausland geliefert werden.
    Wie kommt es, daß wir alle aus Südafrika, Japan, Südkorea, China … Weintrauben, Autos, Fernseher, Handys, … bekommen?
    Was kriegen die von uns dafür? Knowhow aus der Doktorarbeit der Gleichstellungsbeauftragten?
    Wirtschaft, Wohlstand, Sozialstaat, Exportweltmeister – und Verschwendung durch Regierungen! Wer subventioniert uns? Was haben die mit uns vor?

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