Di.. Okt. 20th, 2026

Seit über 20 Jahren gab es keinen so verregneten und kalten Sommer wie 2026. Schon um Juli und August begannen starke Regenfälle welche sich in der letzten Woche zu langandauernden monsunartigen Niederschlägen entwickelten.

Aus landwirtschaftlichen Flächen wurden ausgedehnte Seenlandschaften.

Während Deutschland und das südliche Europa an Überhitzung und Dürre litten waren hier in Lettland, insbesondere in Kurland fast ständige Überflutungen an der Tagesordnung. Da allerdings kaum Berge in Lettland sind halten sich die Schäden, mal abgesehen von der Landwirtschaft, in Grenzen.

Durchschnittlich kann man in Kurland von einem Jahresmittel mit ca. 600 mm ausgehen, alleine in den letzten zwei Monaten, nicht mitgerechnet die letzte 2 Tage, sind an einer Messstation in Kurland fast 400 mm gefallen.

Extremwetter verbreitet sich zunehmend auf der Erdkugel, schon in einem alten Artikel von 2008, siehe Archiv Lettlandweit Mai/Juni 2008 https://lettlandweit.info/archiv-zur-geschichte-lettlands/ wurde zwar auf eine Klimaerwärmung hingewiesen, gleichzeitig aber auch festgestellt, das Extremwetterperioden in Zukunft deutlich zunehmen werden.

Nun, sollte der Winter schnell und eisig kommen, wäre der Eishockeyplatz schon entsprechend vorbereitet.

Auch in Estland sieht es ähnlich aus:

https://news.err.ee/1610128339/video-emergency-situation-declared-in-parnu-after-heavy-rain-floods-streets

Aber, wollen wir optimistisch sein fürs Baltikum, Wasserpiplines statt Öl, die neue Zukunft, Wasser in den Süden, Öl im Austausch rauf. Die beliebte herbeizitierte Win – Win Situation.

https://www.telepolis.de/article/Weltmacht-Wasser-Die-Ressource-unserer-Zeit-11438099.html

Ein Gedanke zu „Wenn Äcker zu Seen werden, extrem starke Überflutungen in Kurland“
  1. Ich danke dem Autor, daß er diese Wetterverhältnisse so unverblümt beschreibt. Wir hatten nämlich in Deutschland einige Schönwetterphasen, die in den Wetterberichten und Internetmedien mit katastrophisierendem Vokabular als Menetekel auf den unmittelbar bevorstehenden Weltuntergang verkündet wurden.
    Aber es ist schon richtig, daß dieses Jahr in Deutschland die Sommerwochen trockener waren als die vergangenen Sommer, allerdings eine Katastrophe oder auch nur eine Jahrhundertdürre wie in den Medien so verkündet, war dies sicher nicht.
    Aber es ist dies im vergangenen Jahrtausenden oftmals so gewesen, daß wenn in West- und Mitteleuropa es trockener war, der Osten Europas abgesoffen ist. Umgekehrt ging eine Trockenphase im Osten oft mit einem verregneten Sommer im Westen einher.
    Also haben wir einen ganz normalen Sommer erlebt.

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