Mi.. Mai 13th, 2026

Das Ich, welch ein flüchtiges Wesen, wenn es seinem Ende entgegengeht.

Keine Reue, kein Bedauern, keine Sehnsucht, einfach nur noch die Erschöpfung eines intensiven ausgefüllten Lebens, mit einer Prise von kosmologischer Weite, welche das Ich mitunter etwas in den Hintergrund treten liess. Es kommt vermutlich wieder, nur in anderer Form, hoffentlich verstrickt es sich nicht zuviel in Selbstbehauptung und – darstellung sowie Gier, sondern kann spielerisch mit der Notwendigkeit des ewigen Formenwandels umgehen.

Das Ich, und die immer wieder frische Kraft, welche neue Formen entstehen lässt, durch zusammenbinden, zusammenpressen von Materie, – altertümlich könnte man es Seele nennen, sind nicht gleichzusetzen!

Diese Kraft ist vermutlich im Gegensatz zu einer angenommen Seele etwas ganz unpersönliches. Im besten Falle variiert sie vorkommende Formen in Raum, Zeit, Vergangenheit und Zukunft, und die Vergeblichkeit auch dieser Kraft, langfristig eine Form erhalten zu können, und sie keinerlei Willen hat Wiederholungen auszuweichen, lässt sie immer wieder neu, blind kreieren.

Die kindliche Frage, wann hat das denn angefangen?, ist genauso kindisch wie die Frage, wann es aufhören wird? – Nie, – den Trugschluss des individuellen Todes auf das Universum auszudehen verkennt wie aus dem Tod wieder Leben entsteht und umgekehrt.

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