Fr.. Apr. 3rd, 2026

Bedrohung und Abschreckung, Drohnen und Trümmerlandschaften. Einst klare Grenzen, jetzt alles durchmischt, Fronten sind nicht mehr zu zeichnen, überall kann etwas treffen. Zivil oder Militär, kollateral egal. Bald heisst es, jeder gegen jeden, wohl dem der dann noch Freunde hat oder finden kann. Die hypostasierte Gier, pyramideal von oben nach unten immer schon ausgeübt, treibt wilde Blüten wie ein abgesägter Kirschbaum ohne kommende Früchte. Wer war schuld? Die Erbsünde als christliches Werkzeug der Unterdrückung, der falsche Glaube….

Der Koran kennt keine Erbsünde, die Bibel sehr wohl. Als moderner Atheist mit physikalischem Grundwissen betrachte ich die verschiedenen Religionen neben ihrer verheerenden Glaubensdiktatur in Hinsicht auf kosmologische, naturwissenschaftliche und psychologische Aussagen. 

Früher war Religion der Inbegriff von Macht, welche zu ungerechtfertigtem Reichtum Weniger, zu Missbrauch und Diskriminierung Vieler und zu unzähligen Kriegen geführt hat. Heute hat in der westlichen Hemissphäre die Religion nur noch bestenfalls symbolischen Charakter, an ihrer Stelle ist der Kapitalismus getreten, die Diktatur des Reichtums ohne Inhalte, nur basierend auf der grenzenlose Gier immer mehr besitzen und damit beherrschen zu wollen. Die ruhigen Zeiten des kalten Krieges, bedingt durch eine politische und ökonomische Bipolarität zwischen West und Ost, sind nach dem totalen Sieg des amerikanischen Kapitalismus in den 90er Jahren Stück um Stück verloren gegangen. In einem Europa, welches nach 1945 bis 1990 keine wirklichen Kriege zu verzeichnen hatte, begann der Jugoslawienkrieg, der Tschetschenien- und Georgienkrieg gefolgt vom Ukrainekrieg. Der schon seit 100 Jahren schwelende und kriegerische Israel – Nahost Konflikt weitet sich zu einem amerikanisch- israelischen Raubzug auf das ganze frühere Persien aus, beginnend mit dem ungerechtfertigten Irakkrieg welcher zwar durch den Angriff des Iraks auf Kuwait ausgelöst wurde, aber mit den vorgeschobenen Lügen des Atomwaffen- und Chemiewaffenbesitzes zur faktischen Auflösung des irakischen Staates führte, unter Kontrolle und Besatzung vorwiegend amerikanischer Streitkräfte.

Hitler äussert sich in dem bekannten Buch „Gebt mir vier Jahre Zeit“ von 1938:

„Ein Weltfriede – er wird immer voraussetzen starke Völker die ihn wünschen und beschützen;“

Wie immer, das Recht des Stärkeren gilt, unter welchen verlogenen pseudomoralischen Argumenten es auch ausgeübt wird.

Wir habe da drei Parteien, die einen religiösen Krieg führen. Die iranische Regierung, die israelische Regierung und zu „guter“ Letzt die US-amerikanische Regierung.

https://taz.de/Evangelikale-US-Christen-und-Irankrieg/!6162022

https://www.sonntagsblatt.de/artikel/glaube/apokalyptische-politik-wenn-religion-den-krieg-deutet

https://www.merkur.de/politi…

Überhaupt interessant, dass Israel, angeblich in direkter Linie zu Moses stehend, so sehr auf ein heidnisches Imperium im Iran, statt einer muslimischen, ergo mosaischen, Herrschaftsform besteht.

Bevor der Islam sich als Diktatur herausgebildet hat, genauso wie das Christentum etwas früher, gab es sehr wohl tiefe kosmologische metaphysische Ansätze, insbesondere in Persien von unterschiedlichstem Couleur und das geschah selbst noch in der Zeit des etablierten Islams. Abschliessend ein paar Zitate aus meinem Buch zur alten persischen Philosophie:

https://randbuch.info/die-unendliche-geschichte-der-ewigen-wiederkehr-quellen-von-der-antike-bis-zur-moderne-und_nr36901

"Die Zeit um 1000 nach Christus ist meines Erachtens die fruchtbarste und interessanteste Epoche im persisch arabischen Raum. Die ausgiebig genutzten Quellen der alten Griechen, der immer noch erhebliche Einfluss der zoroastischen Denkweise im persischen Raum und der sich durchsetzende Islam schafft eine Atmosphäre kritischen Denkens, wie sie in dieser Region später nicht mehr zu finden ist."

Hier irrt ein Iman in Deutschland:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article69c90b3804eeb30f4b108b83/brief-an-den-bundeskanzler-nach-islam-kritik-von-friedrich-merz-imam-fordert-differenziertere-debatte.html



"Die schon teils erwähnten Gelehrten, Avicenna, Al Biruni, Al Maari, Ibn Faris und Omar Khayyam lebten mehr oder minder zur gleichen Zeit und vertraten kritische bis hin zu atheistischen und agnostischen Ansätzen.
Zwei Gelehrte, Al Maari und Omar Khayyam fallen besonders auf.
Beide gleichen sich in ihrer pessimistischen und nihilistischen Ansicht, welche meines Erachtens aus dem bis zum Ende durchdachten Schluss des unendlichen Formenwandels resultiert, zu welchem sie durch Rezeption und Vergleich der Ansichten des neuen Islams, des Christentums, des Judentums und der alten zoroastischen Denkweise gelangten.
Betrachten wir nochmal ausführlicher den Älteren von beiden, Al Maarri, er ist gewissermassen ein mittelalterliches Bindeglied zwischen dem alten griechischen intuitiven Grundwissen und den neuzeitlichen Überlegungen welche seit 1800 wieder die Geister erregten, fernab von Religion und Macht! Er selbst hat trotz islamistischer Erziehung und einem Leben im muselmanisch gläubigen Land erheblichen Zweifel nicht nur am Islam, sondern auch an Religion überhaupt: Hier ein paar Zitate von ihm dazu:

Man soll die Behauptungen der Propheten nicht für wahr halten; es sind allesamt Erfindungen. Den Menschen ging es gut, bis sie kamen und das Leben verpfuschten. Die heiligen Bücher sind nur Sammlungen nutzloser Geschichten, wie sie alle Zeiten hervorbringen konnten und auch hervorgebracht haben.“

Sie alle irren – Moslems, Christen, Juden und des Zoroaster Legion. Die Menschheit kennt weltweit nur diese beiden: Den einen, mit Hirn, doch ohne Religion, Den andern, religiös, doch ohne Hirn.“

„Ich erstaune über Cosroes und seine Anhänger, wenn ich sehe, daß sie sich das Gesicht mit dem Urin von einer Kuh waschen; über die Christen, daß sie behaupten, Gott habe Schmach und Unrecht erduldet, ohne sich zu vertheidigen oder zu rächen; über die Juden, daß sie glauben, Gott habe ein Wohlgefallen daran, wenn er das Geräusch höre, das das rinnende Blut macht, welches aus den geöfneten Adern eines sterbenden Thiers fließt; und so auch über eine Nation, die von einem Ende der Erde herkommt, um Kieselsteine zu werfen, und einen Stein zu küssen. Unbegreifliche Meinungen! Ist dann die ganze Welt blind, daß niemand die Wahrheit sehen kann?“

Omar Khayyam hat eine ähnlich pessimistisch nihilistische Ansicht wie Al Maari, aber wo letzterer sich im Asketismus versenkt so kehrt Omar aufgrund der Sterblichkeit zum Moment zurück, welcher ihm im Rausch und Lebensgenuss der beste dünkt, allerdings mit dem Hintergrundwissen, das alles Handeln und Planen in der Zeit vergeblich ist.1 Er wuchs in Nishapur einem Zentrum des Zoroasterglaubens auf und einer seiner bedeutenden Lehrer war Abu Hassan Bahmanyar bin Marzban, ein zoroastischer Gelehrter und Mathematiker.

O, lange noch die Welt nach uns besteht,
Wenn unsre Spur schon längst im Nichts verweht!
Längst war sie fertig, ehe wir gewesen,
Und ohne uns sie achtlos weitergeht.“

Dies Himmelsrad weiß nichts als dumpfes Brüten;
Was es erschuf, zerstört’s in wildem Wüten.
O, ahnten wir das Weh, das unsrer wartet,
Wir würden uns hierher zu kommen hüten.“

Die Welt durchliefst du. Was du sahst war Nichts.
Was du gesehn, gehört – ist alles Nichts.
Du schweifst zum All, kehrst zu der Zelle Winkel;
Und alles das ist Nichts, – doch Nichts, – doch Nichts.

Der Wein, des‘ Wesen dieses All durchkreist,
Sich bald als Pflanze, bald als Tier erweist, –
O glaub nicht, daß je er sich verflüchtigt:
Die Form zerfällt – der Geist währt durch den Geist.

Nah ist mein Ziel, nur flüchtig noch verborgen,
Ein Hauch nur noch; – und doch, wozu mich sorgen?
Zwei Tage sind’s um die mir niemals bange;
Das tote Gestern – und das bleiche Morgen.

Ein Gedanke zu „Vom kalten in den heissen Krieg. Eine nachdenkliche Osterbotschaft.“

Antworte auf den Kommentar von Claudia Papendick Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Translate »