Do.. Jan. 22nd, 2026

Russland hat derzeit visafreie Regelungen mit insgesamt elf afrikanischen Ländern getroffen, zu denen auch Marokko gehört. 

https://interfax.com/newsroom/top-stories/114953

Ab Januar 2026 wird die nationale Fluggesellschaft Royal Air Maroc die Frequenz der Direktflüge von Casablanca nach Moskau auf sieben pro Woche erhöhen und eine neue Route nach St. Petersburg eröffnen. 

Die vollständige Liste dieser Länder und die jeweilige Dauer des visafreien Aufenthalts lautet wie folgt: 

  • Marokko: Bis zu 90 Tage
  • Südafrika: Bis zu 90 Tage
  • Namibia: Bis zu 90 Tage
  • Tunesien: Bis zu 90 Tage
  • Kap Verde: Bis zu 60 Tage
  • Mauritius: Bis zu 60 Tage
  • Angola: Bis zu 30 Tage
  • Botswana: Bis zu 30 Tage
  • Malawi: Bis zu 30 Tage
  • Seychellen: Bis zu 30 Tage
  • São Tomé und Príncipe: Bis zu 15 Tage 

Russland befindet sich außerdem in Verhandlungen, um die visafreie Regelung auf vier weitere afrikanische Länder auszuweiten: Mosambik, Sambia, Simbabwe und Eswatini

https://www.africa-live.de/russland-vier-weitere-afrikanische-laender-im-visumsfreien-reisenetz-geplant/#:~:text=Russland:%20vier%20weitere%20afrikanische%20L%C3%A4nder%20im%20visumsfreien%20Reisenetz%20geplant%20%7C%20AFRICA%20live

Nach Trump sollen mittlerweile allen Bürgern der dritten Welt Länder die Einreise und Visa nach Amerika verweigert werden, auch europäische Länder unternehmen intensive Anstrengungen die Einreise von Menschen aus diesen Regionen zu erschweren und zu unterbinden.

Was Russland mit dieser Öffnung bezweckt, ist möglicherweise sein verlorenes Ansehen in Europa durch neues Ansehen in Afrika zu ersetzen. Natürlich werden die Europäer wieder behaupten dass es Russland nur darum ging illegale Immigranten nach Europa zu schleusen. Aber angesichts der geringen Zahlen der Flüchtlinge welche tatsächlich von der russischen Grenze ins Baltikum bzw. nach Polen durchgekommen sind, ist diese Theorie wohl weitgehend obsolet. Denn der Hauptanteil der Flüchtlinge kommt immer noch über das Mittelmeer in die europäischen Küstenländer.

Eventuell versucht man auch mit dieser Taktik in Russland langfristig neue Arbeitskräfte oder Soldaten zu gewinnen.

10 Gedanken zu „Konträr zu europäischen und nordamerikanischen Restriktionen öffnet Russland die visafreie Einreise für zahlreiche afrikanische Staaten.“
  1. Es geht dabei um Reziprozität unter den BRICS (Südafrika).
    Interessant ist Namibia.
    Mit dem neuen Visa-Regime erhalten eben auch Russinnen und Russen freien Zugang zu Afrika.
    In St. Petersburg fand schon ein großer Afrika-Gipfel statt und Russland bietet allerhand Industrie- und Sicherheitskooperation.
    Fliegt Frankreich irgendwo raus, sind Beijing und Moskau zur Stelle. So läuft das.
    Neben Tourismus und Business ist das klare Geopolitik.
    Man darf nicht vergessen, dass der größte Teil der afrikanischen Eliten nach deren Unabhängigkeit in Russland studierte und viele Afrikaner bis heute positive, enge Beziehungen in das ehemalige Gastland pflegen. Auch der Beitrag der Sowjetunion in den vielen afrikanischen Unabhängigkeitskriegen spielt eine Schlüsselrolle beim positiven Standing Moskaus auf dem rohstoffreichen Riesenkontinent

  2. Dankenswerterweise erinnert der Autor des Artikels in seinem Schlußsatz daran, daß es bei dieser Maßnahme Rußlands schlicht um eine Rekrutierungsmaßnahme für Soldaten handeln könnte.
    In verschiedenen deutschen Medien auch in privater Trägerschaft wird schon seit längerer Zeit immer wieder berichtet, daß Rußland über Touristenvisa und Versprechungen von Arbeitsverträgen Ausländer in das Land lockt und so Soldaten für die Front in der Ukraine gewinnt. Wenn sie dann in Rußland sind, werden ihnen die Pässe abgenommen und sie werden ohne Ausbildung an die Front gebracht.
    Diese Methoden erinnern sicher an das Vogehen der Schlepperbanden, die vor allen Dingen Afrikanerinnen nach Deutschland gelockt haben, die dann aber statt eines versprochenen Arbeitsvertrages oder eines Ehemannes in Bordelle verschleppt wurden.
    Es darf einfach vermutet werden, daß die russische Führung sicher nicht in Kategorien von Völkerverständigung oder Völkerfreundschaft denkt, denn wenn dies der Fall wäre, dann gäbe es den Ukrainekrieg vermutlich nicht.

  3. Eine Rußlandreise können sich nur bessergestellte Afrikaner leisten. Und die werden dann in Rußland eingefangen und an die Front verschleppt. Eine amüsante Vorstellung.
    Die Russen haben einen höchst herbfrischen Humor und sind absolut nicht zimperlich. Aber so bescheuert sind sie auch nicht. Schließlich wollen sie ihren Krieg gewinnen und haben stets Aufwand und Nutzen im Blick.
    Davon könnten wir in Deutschland uns eine Scheibe abschneiden.

    1. Ich will das nicht weiter vertiefen, aber verzeih bitte, ich bin immer wieder erstaunt, wie verächtlich manche sich über die Opfer der Grausamkeiten und Heimtücke der russischen Führung äußern können und mit welcher Dreistigkeit man diese einfach in Abrede stellen kann. Ich frage mich manchmal, ob manchen Menschen bewußt ist, was sie da sagen. Die Opfer dieser Methoden finden diese Vorstellung vermutlich nicht so amüsant. Vor allen Dingen auch reiche Afrikaner – auch Inder und Pakistani, die als Touristen nach Rußland kamen und denen ebenfalls genau das passierte – werden sich sicher hochgradig amüsiert haben, wenn sie sich ohne Ausbildung und ohne Pässe und ohne Fluchtmöglichkeit im russischen Schützengraben in der Ukraine wiederfinden!
      Ich bin auch ganz allgemein gesagt immer wieder erstaunt über die Empathielosigkeit derer, die einerseits den ganzen Tag mit Friedenstaubensymbolen durch die Gegend rennen und auf der anderen Seite die Aggression eines Regimes, das sich aus Schülern und geistigen Erben des grausamsten Regimes des 20.Jhrdts. zusammensetzt, auch noch bejubeln, seine Agenda propagieren und sich lustig machen über die, die diese Dinge beim Namen nennen.
      Es sei dem Autor des obigen Artikels gedankt, daß er diese Möglichkeit als Schlußsatz in diesem erwähnt hat!

  4. Es geht hier um Grausamkeiten, von denen ich nicht glaube, daß es sie gibt.

    Mag sein, daß sich Rußland hin und wieder ein paar Kontingente afrikanischer Söldner kauft und die auch tüchtig verheizt. Aber daß dort afrikanische Touristen weggefangen werden, ist absurd.

    1. Nö! Die Lehrmeister der Herren des Kremls waren zu jeder Grausamkeit und Heimtücke fähig und auch diese aktuellen Herrscher daselbst sind seit ihrer Machtergreifung bei keiner Gelegenheit den Beweis schuldig geblieben, wozu sie fähig sind und welch gute Schüler der Grausamkeit sie sind. Man muß dies einfach nicht in Abrede stellen.

  5. Wir können ganz locker bleiben. Ja, die Lehrmeister sind zu jeder Heimtücke und Grausamkeit fähig.
    Genau deshalb haben sie nicht nur den Kreml, sondern auch das Weiße Haus, unsere Staatskanzlei, den Vatikan, … und letztlich mittelbar uns alle voll am Sack.

    1. Alle Schreckensherrschaften der Menschheitsgeschichte zusammengenommen seit ihrem Anbeginn haben nicht so viele Tote geschafft, die die rotfaschistischen Systeme des 20.Jhrdts.! Und es ist einfach nur armselig, die Verbrechen ihrer Schüler damit zu rechtfertigen, daß auch andere Verbrechen begangen haben, die kein Mensch in Abrede stellen will.
      Nur weil Fritz Jürgens Schulranzen im Schulhofbunnen versenkt hat, darf Karl noch nicht Leonies Lieblingspuppe zertrampeln! Kapito?
      Solche Hinweise wie der Hinweis auf die Sünden anderer zur Rechtfertigung oder Relativierung schwerer Verbrechen sind an Armseligkeit nicht zu überbieten!
      Noch zum Vatikan; auch dieser hat vor Jahrhunderten schlimme Dinge zu verantworten gehabt, aber aus seinen Fehlern gelernt. Als der Vatikan schon längst von seinen scheußlichen Menschenjagden Abstand zu nehmen begann, begannen andere, die vorgaben, es besser zu machen, diese Methoden zu verfeinern und zu verschärfen und trieben es weit bunter, als es der Vatikan je getan hat. Und man kann eben nicht mit dem Finger auf den Vatikan zeigen und Leute bejubeln, die diese Methoden weiterentwickelt haben und es weit schlimmer treiben und getrieben haben.

  6. Ob nun Fritz oder Fotzenfritz, Karl oder Carlos, Wladimir, Donald, Recep, oder Benny, … – ich mache da keine großen (moralischen) Unterschiede.

    1. Es geht auch nicht um Moral, aber es zeugt eben nicht von besonderer Reflektiertheit, wenn man den schlimmsten und alles bisher dagewesenes zusammen übertreffenden Menschheitsverderbern und ihren Schülern auch noch zujubelt und ihre Verbrechen zu relativieren versucht oder gar sich noch deren Wiederkehr herbeiwünscht!
      Allerdings ist eben ein Mangel an Moral keine Auszeichnung oder Zeichen besonderer Schläue sondern schlicht ein Defizit. Und der Ostblock und seine Erben wurden und werden eben von Leuten ohne Moral regiert und andere müssen darunter leiden!

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